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Geschichte

Die Geschichte von Zons

Die kleine Stadt Zons blickt auf eine lange und bewegte Geschichte zurück. Nachfolgend ein Kurzüberblick: Römer- und Merowingerzeit: Ebenso wie auf dem heutigen Gebiet der Stadt Köln und der benachbarten Stadt Neuss waren die Römer auch in der Nähe von Zons. Dies hat man jedenfalls bei Ausgrabungen festgestellt, nach der es bei Zons einen römischen Friedhof und ein Milititärlager der Römer gegeben hat. Im zweiten Jahrhundert nach Christi Geburt war das Lager offenbar bereits befestigt. Auch in der Merowingerzeit gab es vermutlich eine Siedlung in der Nähe von Zons. Die genaue Lage des Merowingerlagers ist allerdings unbekannt. Hinweise deuten darüber hinaus auf einen Fronhof des Kölner Erzbischofs im 12. Jahrhundert hin.

Stadtgründung und Aufstieg

Gesichert ist allerdings die Erkenntnis, daß die Stadt Zons am 20.12.1373 gegründet wurde. Der Kölner Erzbischof Friedrich von Saarwerden hatte zuvor im Jahr 1372 den Rheinzoll von dem Gebiet des heutigen Neuss nach Zons verlagert. Zons wurde nunmehr durch Mauern und Gräben befestigt. Inmitten der befestigten Ortschaft befand sich wohl das Zollamt und daneben ca. 120 Häuser. Im 15. Jahrhundert war der seinerzeitige Ausbau von Zons abgeschlossen. Allerdings kam es in diesem Jahrhundert auch zu einigen schwerwiegenden Bränden in der Stadt. 1463 hat der Erzbischof Dietrich von Mors die Stadt Zons an das Kölner Domkapitel verpfändet. Die Bevölkerung war im wesentlichen im Ackerbau und der Viehzucht tätig. Daneben gab es Handwerk, in den Bereichen Bier-, Wein- und Getreidehandel, Ziegeleien sowie Woll- und Leinenwebereien. Zwischen dem 15 und dem 17 Jahrhundert gab es offenbar moderaten Wohlstand in der Stadt.

Schwere Zeiten für Zons

Das 17. Jahrhundert selbst war aber keine gute Zeit für Zons. 1620 gab es einen erneuten schweren Brand in der Stadt, der offenbar nur weniger Häuser verschonte. Auch der dreißigjährige Krieg hat durch entsprechenden Beschuss in Zons schwere Spuren der Zerstörung hinterlassen. Auch die Pest schwächte die kleine Stadt in mehreren Wellen (z.B: in 1623 und 1666). 1794 eroberten die Franzosen Zons. Zons gehörte nunmehr zu Frankreich und war bis 1814 im Kanton Dormagen des Arrondissements Köln beheimatet.

Eroberung durch die Preußen und die Neuzeit

1815 ging Zons dann an die Preußen über und wurde dem Kreis Neuss sowie 1822 dem Regierungsbezirk in Düsseldorf zugeordnet. Bereits seit 1900 ist Zons ein beliebtes Ausflugsziel. 1975 wurde Zons Teil von Dormagen. Zons nannte sich daher in dieser Zeit Feste Zons. Seit 1992 darf Zons sich wieder Stadt nennen, allerdings handelt es sich hierbei nicht um eine eigene Gemeinde im Rechtssinn, sondern nur um einen Titel, den man Zons aufgrund der hohen historischen Bedeutung gewährt hat. Heute hat Zons etwa 5.370 Einwohner und ist Stadtteil von Dormagen und gehört zum Rhein-Kreis Neuss.